Trinitatisschule Riesa

Trinitatisschule Riesa

Evangelisches Schulzentrum

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. (Hesekiel 36,26)


 
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Trinitatisschule Riesa

Schillerstraße 11
01589 Riesa
Telefon: 03525 760596
Fax: 03525 70488139
ev.-schulzentrum.riesa@t-online.de

Telefon Hort: 03525 70488132
Handy Hort: 015776810312
 

Trägerverein:

Christlicher Schulverein Riesa e.V.
ev.-schulzentrum.riesa@t-online.de
 

Förderverein:

www.fv-evsz.de
(FörderVerein Evangelisches Schulzentrum)

info@fv-evsz.de

Konzeption

Aus der Konzeption für das Evangelische Schulzentrum Riesa

1. Vorbemerkungen

1.1. Grundanliegen

Die Trinitatisschule Riesa soll eine Alternative zu staatlichen Grundschulen darstellen. Das Evangelium und die sich daraus ergebenden christlichen Werte werden als Grundlage für die Bildung und Erziehung angesehen und sowohl im Unterricht als auch im gesamten Schulleben vermittelt. Damit ist die Religion in den Alltag integriert und wird aktiv gelebt.
Die Gründung der Schule erfolgte auf der Grundlage des Schulgesetzes und des Gesetzes über Schulen in freier Trägerschaft des Freistaates Sachsen. Die Trinitatisschule ist eine „staatlich anerkannte Ersatzschule". Der sächsische Lehrplan ist verbindlich, der Unterricht wird jedoch unter Einbeziehung moderner reformpädagogischer Ansätze freier und individueller gestaltet. Am Ende der Grundschulzeit erhalten auch hier die Schüler eine Bildungsempfehlung für die Mittelschule/ das Gymnasium.

1.2 Trägerschaft und Verantwortlichkeit

Der Christliche Schulverein Riesa e.V. ist entstanden aus der Initiative christlicher Eltern, um ihren Kindern eine sachkundige und lebensnahe Schulbildung zu ermöglichen. Der Christliche Schulverein Riesa e.V. ist der Träger der Trinitatisschule und verantwortlich für die Inhalte sowie die organisatorische und materielle Absicherung des Schulbetriebes, d.h. er schafft die personellen und sächlichen Voraussetzungen für den Unterricht. Die Trinitatisschule Riesa untersteht außerdem der staatlichen Schulaufsicht.

1.3. Aufnahmebedingungen

Die Trinitatisschule Riesa ist territorial nicht an einen Schulbezirk gebunden. Der Aufnahmeantrag kann unabhängig von einer konfessionellen Zugehörigkeit des Kindes durch dessen Sorgeberechtigte gestellt werden. Nach der Feststellung der erforderlichen medizinischen und pädagogischen Reife des Kindes sowie einem intensiven Elterngespräch erfolgt die Entscheidung über die Aufnahme des Kindes.
Der Christliche Schulverein Riesa e.V. erhebt als Träger der staatlich anerkannten Ersatzschule ein monatliches Schulgeld. Abhängig vom Einkommen der Familie kann das Schulgeld auf Antrag erlassen werden.
 

2. Teilnehmer am Schulleben

2.1. Kinder

In der Trinitatisschule wird jedes Kind in seiner Würde und Einmaligkeit angenommen. Im Mittelpunkt steht das Kind mit seinen von Gott gegebenen Fähigkeiten und Neigungen, die es zu erkennen und zu entwickeln gilt, und nicht der Stoff oder Lehrplan. Wir versuchen, jedes Kind situationsangemessen dort abzuholen, wo es sich gemäß seinem Entwicklungsstand und seinem Lebensumfeld befindet.

2.2. Pädagogen

Die Lehrer tragen die Hauptverantwortung für die Gestaltung des Unterrichtes. Durch die Fortentwicklung und Stärkung der Fachkompetenz der Lehrer können die neuesten Erkenntnisse der Fachdidaktik und Unterrichtsmethodik in den Schulalltag einfließen. Alle Lehrer sind staatlich geprüfte Pädagogen, sie identifizieren sich mit dem Schulkonzept und gehören einer Kirche in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) an. Über die Einstellung eines neuen Lehrers entscheidet der Schulträger nach Anhörung der Schulleitung.
Zu speziellen Themengebieten werden externe Fachleute und Honorarkräfte einbezogen. Sie akzeptieren die Unterrichtsmethoden und -konzepte, helfen diese weiterzuentwickeln und umzusetzen.

2.3.Eltern

Die Eltern tragen die Hauptverantwortung für die Erziehung des Kindes und unterstützen den Unterricht und das gesamte Schulleben einschließlich der Schulhöhepunkte. Sie stehen in regem Austausch mit den Lehrern und beteiligen sich an der Vorbereitung und Durchführung von Aktivitäten wie Klassentesten, Ausflügen, Gottesdiensten und Arbeitsgemeinschaften. Mit dem Beschulungsvertrag erkennen die Eltern die Konzeption der Schule an. Als Elternvertreter oder Mitglied im Schulverein können interessierte Eltern über Schulfragen mitbestimmen.

2.4. Freunde und Förderer

Der Verein der Freunde und Förderer des Evangelischen Schulzentrums Riesa e.V. unterstützt ideell, organisatorisch und materiell das Schulleben. Neben den Eltern können alle Interessierten dem gemeinnützig tätigen Verein beitreten oder diesen anderweitig unterstützen.

3. Gestaltung des Schullebens

3.1. Pädagogische Grundsätze

Das Leben und Lernen der Kinder in der christlichen Schulgemeinschaft ist geprägt von Toleranz und Nächstenliebe. Diese Schulgemeinschaft mit ihrem Mehr an Geborgenheit und menschlichem Miteinander ist die beste Voraussetzung für eine angstfreie Erziehung. Die Kinder gewinnen Achtung voreinander und lernen angemessen mit Konflikten umzugehen. Sie lernen Schwächere und Fremde zu akzeptieren. Sie werden angeregt zum aktiven Handeln, d.h. sie agieren mit „Kopf, Herz und Hand". Durch Partner- und Gruppenaktivitäten sowie Freiarbeit, Projekte, Feste und Feiern sollen die Kinder die Fähigkeit entwickeln, gemeinsam Aufgaben zu bewältigen. Sie lernen eigene Grenzen anzunehmen und unter den Gegebenheiten zu verändern. Leistungsschwache Schüler werden ebenso gefördert wie leistungsstarke Schüler gefordert werden. Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit sehen die Pädagogen in der Entwicklung der Kreativität und der musischen Fähigkeiten ihrer Schüler.

3.2. Schulalltag

Christliche Formen und Handlungen wie Gebet, Morgenandacht, Gottesdienste, Feste und Feiern des Kirchenjahres usw. werden nicht nur in den Religionsunterricht, sondern in den gesamten Schulalltag einbezogen. Zentraler Gedanke des Lebens und Lernens an der Trinitatisschule ist, dass es frei von Gewissenszwängen und in großer Toleranz gegenüber dem Andersdenkenden geschieht.
Jeden Montag treffen sich die Grundschüler und Lehrer zur Morgenandacht in der Trinitatiskirche, um gestärkt in die neue Woche zu starten. Gemeinsames Singen, Beten, Zuhören, Innehalten und Nachdenken sowie Sich-Mut-Machen fördert die Schulgemeinschaft und wirkt sich positiv auf das Leben und Lernen in der Schule aus. Die Andachten werden durch Pädagogen, Schüler, Eltern und Freunde der Schule gestaltet. Sie sind ein offenes Angebot für die Kirchgemeinde und alle anderen Interessierten.
Mit dem Morgenkreis beginnt jeder Tag. Die Kinder können sich untereinander und mit ihrem Klassenlehrer über Probleme des Alltags, der Politik und dem persönlichen Bereich austauschen. Jedes Kind kann sich in der Gruppe sprachlich entfalten und lernt gleichzeitig, Rücksicht auf die Bedürfnisse der anderen Kinder zu nehmen.
Aus lern- und entwicklungspsychologischer Sicht ist der Unterricht im 45-Minuten-Takt didaktisch für eine Grundschule eher ungeeignet. Deshalb erfolgt die Wissensvermittlung an der Trinitatisschule im Blockunterricht, d.h. die Unterrichtsstunde beginnt und endet nicht mit einem zentralen Klingelzeichen. Das gibt dem Lehrer und den Schülern die Möglichkeit, begonnene Aufgaben oder -komplexe zu Ende zu führen. Damit entstehen für die Schüler abgeschlossene Themen und ein guter Überblick. Eine große Pause von 25 Minuten mit einem gemeinsamen Frühstück und Bewegung im Freien teilt den Vormittag in zwei große Arbeitsblöcke. Daran schließt sich eine weitere große Pause an, in der die Schüler ihr gemeinsames Mittagessen einnehmen können. Wöchentlich wird hier die gleiche Stundenzahl erbracht wie in jeder anderen Schule auch.
Der Unterricht erfolgt neben angeleiteten oder lehrerzentrierten Unterweisungen vor allem nach reformpädagogischen Ansätzen. Offene Unterrichtsformen wie Wochenplanarbeit, Freiarbeit, Werkstattunterricht und Projekte werden in allen Klassenstufen praktiziert. Der offene Unterricht fördert vor allem die Selbstständigkeit beim Lernen, das problemlösende Denken und die Fähigkeit, gemeinsam Aufgaben zu lösen. Bei allen angewandten Unterrichtsformen werden entsprechend dem sächsischen Lehrplan Grundkenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelt, und die Schüler erlangen durch aktives Handeln die nötigen Grundfertigkeiten und -techniken. Die Kinder arbeiten entsprechend ihrem aktuellen Leistungsstand und erhalten bei Bedarf Hilfe von Mitschülern oder gezielte Förderung durch den Lehrer.
Im Wochenabschlusskreis erarbeiten sich die Schüler gemeinsam mit dem Klassenleiter einen Rückblick über das Erlebte und Gelernte. Sie werten in der Klassengemeinschaft die vergangene Woche aus, äußern sich zu ihren Freuden oder Sorgen und planen ihre nächsten Schritte.
Wichtige Bestandteile des Schullebens sind neben den gemeinsamen Andachten und Projekten die Schulgottesdienste. Dabei gestalten die Lehrer und Schüler gemeinsam mit den Pfarrern der Trinitatis- sowie der benachbarter Kirchgemeinden die Gottesdienste zum Schulanfang, zu kirchlichen Festen und Feiertagen sowie zum Schuljahresabschluss.
Exkursionen, Wandertage und Klassenfahrten, Sportfeste und Klassenfeiern ergänzen und bereichern den Schulalltag. Gemeinsame Projekte mit dem Seniorenhaus „Albert Schweizer" sollen zur Akzeptanz des Anderen beitragen.

Besonderheiten der 1. Klasse

Die Schulanfangsphase gestaltet sich in der Trinitatisschule gleitend. In den ersten Wochen werden die Kinder ausschließlich vom Klassenlehrer bei verkürzter Stundenzahl und variablem Stundenbeginn unterrichtet. Dies ermöglicht ein intensives und persönliches Kennenlernen zwischen Lehrer und Schülern. Fester Bestandteil des Tagesrhythmus ist der Morgenkreis. Die Kinder praktizieren von Anfang an das fächerübergreifende und projektorientierte Lernen, wobei das Lesen und Schreiben als Einheit zu betrachten ist. Ausgangsschrift ist dabei die Druckschrift. Der Lese- und Schreiblehrgang setzt sich im 2. Schuljahr fort und wird dort individuell bis zum Ende des 2. Schuljahres abgeschlossen. Offene Unterrichtsformen wie das Arbeiten nach Tages- und Wochenplan sowie Stations- und Werkstattlernen werden schrittweise schon in Klasse l eingeführt.

Leistungsbewertung

In der Trinitatisschule wird eine differenzierte Leistungsbewertung angestrebt. Die Bewertung von mündlichen und schriftlichen Aufgaben erfolgt gemessen an den Lehrplananforderungen nach vorliegender Punktetabelle und unter Einbezug aller im Unterricht erbrachten Leistungen und den individuellen Lernfortschritten des Kindes durch Wort- oder Schrifturteil des Lehrers und durch den Einsatz differenzierter Aufgabenformen mit entsprechender Bewertung. Zur Leistungsbewertung der Schülerarbeiten gehört auch das konsequente Einüben von Formen der Selbst- und Partnerkontrolle. Eine Leistungseinschätzung durch den Lehrer erhalten alle Kinder halbjährlich.

Vorbereitung auf weiterführende Schulen

Ausgangspunkt für die persönliche Förderung ist die Erfassung des individuellen Entwicklungsstandes eines jeden Schülers. Stärken und Schwächen werden analysiert und im Gespräch mit den Eltern offengelegt. Im 4. Schuljahr rückt das selbstständige Arbeiten und fächerübergreifende Lernen noch stärker als bisher in den Vordergrund. Individuelle Lernrhythmen müssen gefunden und gestärkt werden. Am Ende des ersten Schulhalbjahres wird durch die Lehrer für jeden Schüler eine Bildungsempfehlung (Mittelschule, Gymnasium) ausgesprochen. Die Schüler sollen auf den jeweiligen Bildungsweg gezielt vorbereitet werden. Deshalb informieren sich die Lehrer über die Forderungen der weiterführenden Schulen und gehen sowohl im Unterricht als auch in Förderstunden darauf ein.

3.3. Nachmittagsbetreuung

Nach dem Unterricht können die Kinder im Hort betreut werden. Der Hort ist eine Einrichtung in freier Trägerschaft des Christlichen Schulvereins Riesa e.V. und knüpft an den pädagogischen Leitlinien und Erziehungszielen des Evangelischen Schulzentrums an. Bei Freispiel, Projekten, gemeinsamen Aktionen und Festen soll die Fantasie der Kinder angeregt und das Leben in der Gemeinschaft spürbar werden. Die Kinder werden in ihrer Entwicklung zur Selbstständigkeit unterstützt, und das geschieht am besten im Kontakt mit Gleichaltrigen.
Mehrere Arbeitsgemeinschaften (z.B. Chor, Malen und Gestalten, Lesezirkel) runden das Angebot zur Nachmittagsbetreuung ab.

>> Das Schulkonzept zum download (pdf-Dokument)

 


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